DEFINITION


Yoga kann aus dem Sanskrit mit Vereinigung bzw. Integration übersetzt werden. Gemeint ist damit die Vereinigung von "Jivatma" (das Individuum oder auch das individuelle Selbst) mit "Paramatma" (das Göttliche oder auch das universelle Selbst).

Yoga bedeutet aber auch Joch oder anschirren. Dies versteht man besser, wenn man sich das Leben wie eine große Reise vorstellt: Auf dieser Reise ist der Körper der Wagen, die Vernunft bzw. der Intellekt (verschiedene Angaben) ist der Kutscher, der ehrbare Fahrgast ist "Atma bzw. Atman"(göttliches Selbst, Lebenshauch, die Seele) und gezogen wird der Wagen von den Pferden, den fünf Sinnen. Das Denken übernimmt die Funktion der Zügel und als das Joch, mit dem die Pferde vor den Wagen gespannt sind, kann der Yoga gesehen werden. Yoga hilft somit auf der großen Reise des Lebens die Kräfte zu zügeln und zu lenken, damit "Atma" eine möglichst gute Reise hat.

"Erkenne den Atman als den Herrn der Kutsche. Der Körper ist der Wagen, die Buddhi (Vernunft) der Wagenlenker und das Denken die Zügel. Die Sinne sind die Pferde, die Objekte die Wege."

Dieses Zitat stammt aus der Katha-Upanishade (II.3-4) und stellt eine populäre Deutung des Bildes des Gottes Krishna als Wagenlenker und des verzweifelten Fürsten Arjuna dar. Arjuna, der rechtmäßige Thronfolger, muss gegen seine Verwandten zu Felde ziehen um seinen Thronanspruch durchzusetzen und ist "von Furcht überwältigt" (Bhagavad Gita/Mahabharata Epos).